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17. Februar 2020
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BürgerBusfahrer bei

ihrer jährlichen Wintertour




Einen stürmischen aber sehr milden Februartag hatten sich die Kirchlintler BürgerBusfahrer zu ihrer jährlichen Wintertour ausgesucht. Vom Lintler Krug führte der geschichtsträchtige Weg nach Scharnhorst, Ziel war das Gasthaus Müller. Vorher legten die Akteure des Vereins, wozu die Fahrer und weitere Ehrenamtliche, die sich um das Organisatorische des Vereins kümmern, gut sieben Kilometer über Feld- und Waldwege zurück. Unterwegs gab es dann von Hermann Meyer an vier Stationen kurze geschichtliche Rückblicke zu besonderen Ereignissen an der Strecke. Den Anfang machte der zukünftige Bahnhalt an der Kreepener Straße. Hier erklärte Hermann Meyer den Aktiven, dass der jetzige Streckenverlauf der Amerikalinie zwischen Langwedel und Visselhövede zurzeit der Planung noch ungewiss war. "Es gibt eine Skizze, nach der der Schienenstrang nördlich von Kirchlinteln an Kreepen und Groß Sehlingen vorbeilaufen sollte." Warum letztendlich doch die südliche Variante gewählt wurde, sei nicht bekannt. Wahrscheinlich war wohl die Bevölkerung in den einzelnen Ortschaften. Nach der Volkszählung 1871 lebten in Kirchlinteln 345 Einwohner und in Bendingbostel 173; in Kreepen nur 89 und in Groß und Klein Sehlingen 185 Einwohner.
Die Tour führte weiter zwischen Bahnlinie und dem Sonderkamp entlang. Die Bahnlinie und der ehemalige Kirchlintler Bahnhof wurde in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts auf dem Gebiet des heutigen Sonderkamps, früher Sünderkamp genannt, gebaut. Meyer zitierte aus der „Chronik der Pfarrei zu Kirchlinteln“, die Pastor Rüppell im Jahr 1900 verfasste: „Durch Ministerialverfügung vom 2. Juni 1871 wurde der Freien Hansestadt Bremen für eine von ihr zu erbauende Eisenbahn zwischen Langwedel und Uelzen die Aufnahme der speziellen Vorarbeiten genehmigt. Von dem Pfarracker auf dem Sünderkamp wurden in demselben Jahre 103,9 Ar (das sind 10.390 Quadratmeter) zum Preise von 200 Thaler pro Morgen (ein Morgen ist ein älteres Feldmaß und misst 25 Ar) = 173 Thaler und 5 Groschen (umgerechnet wären das heute ungefähr 529 Mark, also rund 270 Euro) zum Bahnbau abgetreten. Die Bahnlinie wurde 1873 eröffnet. „Schön wäre es, wenn 150 Jahre später, also 2023, der Bahnhalt Kirchlinteln eröffnet werden könnte“, sagte Meyer unter dem Beifall der Anwesenden.
Weiter ging es auf dem alten Kirchweg zwischen der Siedlung Horst und St.-Petri-Kirche.

Eine Mauer am Weg warf Fragen auf, die Meyer beantworten konnte. Mauer und der gegenüberliegende Teich waren Teil eines Parcours, auf dem Bewerber für Olympia 1972 übten, und auf dem auch die Ausscheidungswettkämpfe im Vielseitigkeitsreiten zu den Olympischen Spielen 1972 in München durchgeführt sein sollen, so Meyer. "Hier bei der Mauer ging es von einer Anhöhe herab im Steilsprung und dann durch das Wasser. Im Teich soll ein dicker Buchenstamm befestigt gewesen sein, der vom Pferd übersprungen werden musste." Mitorganisator dieser Streckenführung soll Hans-Heinrich Isenbart gewesen sein, der jahrelang in Kirchlinteln lebte. Aufgrund seiner jüdischen Großmutter mütterlicherseits verwehrten ihm die Nationalsozialisten allerdings die in der Familientradition verankerte Offizierslaufbahn. 1945 fing er als freier Mitarbeiter beim NWDR an. 1956 kommentierte er die Olympischen Reiterspiele, wechselte 1960 zu Radio Bremen und wurde ab 1974 ARD-Sportkoordinator. 15 Jahre lang, von 1973 bis 1988, moderierte er die Gala-Abende bei der Verdener Auktion. Am 25. Dezember 2011 starb im Alter von 88 Jahren.
Vierte und letzte Station der Wintertour war der Lehmer Brook oder Schnuckenstall. Das älteste zur Verfügung stehende Kartenmaterial sei die Kurhannoversche Landesaufnahme von 1768 bis 1778, sagte Meyer. Hier sei der Limmer Brok eingezeichnet an der Stelle, die heute als Schnuckenstall bekannt sei. "Südlich des Horstberges, beiderseits der Straße Horst liegt ein Leemer Bruch in der Größe von 17 Hektar." In den Abrechnungsbühern der Stadt Verden von 1602 bis 1672 seien Aufwendungen aufgeführt für die Kötner aus Borstel und Scharnhorst für das Graben von Erde im Lemer Brook. Diese Erde wurde an die Ziegeleien in Verden geliefert. "Es war umgangssprachlich Pfannenerde, während die Erde aus der Marsch Ziegelerde genannt wurde.“ In den Kirchlintler Kirchenbüchern, die ab 1758 beginnen, gebe es erste Eintragungen mit Lemerbrook. Hier wurden Kinder geboren und in der Kirchlintler Kirche getauft, Menschen aus Lemerbrook wurden in Kirchlinteln getauft und auf dem Friedhof in Kirchlinteln beerdigt. Die letzte Erwähnung Lemerbrook erfolgte 1823. Meyer: "Irgendwann setzte sich die Bezeichnung Schnuckenstall durch.“ Als Beispiel hierfür zitierte Meyer eine gerichtliche Zeugenvernehmung aus dem Jahr 1814, in der Schäfer Johann Hermann Meier, wohnhaft in Lemerbrook, auf die Frage, wo er wohne, antwortete: Zum Schnuckenstall oder Lehmerbruch“. In Schnuckenstall wohnten über die Jahrhunderte hinweg viele Schäfer. Grabsteine der Familie Joh. Friedr. Meier, er war Schäfer von Beruf, sind im Museumsdorf Cloppenburg zu finden.






































Am 4. Februar mit dem BürgerBus

zum Kino im Lintler Krug


Die neue Haltestelle Millionenstraße in Odeweg

Auch mitten im Winter geht es weiter mit den Filmvorführungen im Lintler Krug. Der nächste Filmtag ist am Dienstag, 4. Februar. Seit jetzt schon acht Jahren wird ein neues Kinogefühl in der Kulturdiele des renovierten Lintler Krug präsentiert, so die vier Organisatorinnen. "Sehr zur Freude der Kinder und Erwachsenen", bestätigen Sigrid Lindhorst, Gertrud Kroll, Bärbel Heller und Elke Beckmann. Der Eintritt ist wie immer frei, und wie üblich wird kostenlos Popcorn in Kinoqualität für die Kinder angeboten. Zum Nachmittagsfilm können Kinder aus den Ortschaften, die zu dieser Zeit vom BürgerBus bedient werden, rechtzeitig mit dem Achtsitzer zum Filmstart kommen.
Nach Filmende können alle kleinen Kinogäste ab 18 Uhr den BürgerBus bequem für die Rückfahrt nach Hause nutzen. Voraussetzung ist allerdings, sie wohnen in den Ortschaften, die von den BürgerBuslinien angefahren werden. Ankunft und Abfahrt des BürgerBusses ist direkt auf dem Hof des Lintler Krugs, damit die Kinder nicht die Landesstraße überqueren müssen, so die Organisatorinnen. Sie weisen aber auch darauf hin, dass die Kinder ihre Ausstiegshaltestelle
namentlich kennen sollten.
Die Nachmittagsvorstellung beginnt um 16.30 Uhr mit dem norwegischen Kinderfilm „Rafiki – Beste Freunde“ (79 Minuten, freigegeben ab sechs Jahren) aus dem Jahr 2009, in dem es um Migration und Widerstand geht. Die neunjährigen Freundinnen Julia, Mette und Naisha sind seit Schulbeginn unzertrennlich und verbringen jede freie Minute miteinander. Doch die gemeinsame Zeit nimmt ein abruptes Ende, als Naishas Familie einenAblehnungsbescheid für ihren Asylantrag erhält. Die Familie packt kurzerhand ihre Sachen und flieht nach Oslo, um dort unterzutauchen. Auch wenn die Freundinnen nun getrennt sind, pflegen sie mithilfe von geheimer Tinte weiterhin Kontakt miteinander und Julia und Mette wissen, wo sich Naisha aufhält. Zu ihrem Ärgernis bringt allerdings auch Julias Vater den Aufenthaltsort in Erfahrung – und der ist Polizist. Es beginnt eine abenteuerliche Reise für die Mädchen, die alles dafür tun, um Naishas Ausweisung zu verhindern.
In der anschließenden Abendvorstellung um 19.30 Uhr wird der deutsche Kinofilm „Ich fühl mich Disco“ (98 Minuten, freigegeben ab zwölf Jahren) aus dem Jahr 2013 gezeigt. Eigentlich ist Florian Herbst am glücklichsten, wenn Papa nicht zu Hause ist. Dann kann er mit seiner Mama durch die Wohnung tanzen, verrückte Kostüme anziehen und seine Sorgen vergessen. Auch Hanno Herbst kann mit seinem Sohn nicht so richtig viel anfangen. Der hat zwei linke Hände, einen viel zu dicken Bauch, interessiert sich nicht für Sport und ist schwul. Alles nicht so schlimm! Es gibt ja immer noch Mama. Die hält die fragile Familienharmonie mit zärtlicher Dominanz in Schach und beschützt ihre beiden Männer voreinander. Zumindest so lange, bis eines schrecklichen Morgens das Kartenhaus in sich
zusammenbricht und Mama von einer Sekunde auf die andere verschwindet. Der Film erzählt, wie Vater und Sohn überfordert zurückbleiben, mit ihrem Schicksal umgehen lernen und langsam zueinander finden.
 
(28.1.2020)


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Diese Seite wurde zuletzt am   17.02.2020  aktualisiert.